Kommunale Spitzenverbände treffen mit Bundesministerin Alabali-Radovan

„Internationales Engagement der Städte heute wichtiger denn je“

Die kommunalen Spitzenverbände und der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) sind am 03.03.2026 mit Reem Alabali-Radovan, der Bundesministerin für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit, zusammengekommen. Im Zentrum des Gesprächs stand die Frage, wie die Rolle der Städte und Gemeinden in der Entwicklungszusammenarbeit künftig noch besser verankert und gefördert werden kann.

Es war ein Signal der Wertschätzung, das in Berlin ankam: Die Vertreter der Kommunen trafen die Ministerin, um über die Potenziale und Herausforderungen der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit zu sprechen. Für den Deutschen Städtetag nahm Prof. Dr. Eckart Würzner, Erster Stellvertreter des Präsidenten und Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg, an dem Treffen teil.

„Hilfe kommt vor Ort an, wo sie benötigt wird“

Im Anschluss an das Gespräch betonte Würzner die Bedeutung der kommunalen Ebene für die internationale Zusammenarbeit: „Die kommunale Hilfe kommt vor Ort an, wo sie benötigt wird. Daher braucht es die Unterstützung der Bundesregierung. Wir begrüßen daher, dass das Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) die Kommunen als strategische Partner ansieht und eine Strategie zur kommunalen Entwicklungszusammenarbeit erarbeiten will – ein deutliches Zeichen der Anerkennung.“

Nachholbedarf beim BMZ-Reformplan

Der Hintergrund des Treffens ist ein Prozess, der bereits im Januar 2026 angestoßen wurde. Damals veröffentlichte das BMZ einen umfassenden Reformplan für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit. Dieser Plan, der bis Mitte 2027 abgeschlossen sein soll, zielt darauf ab, die Strukturen und Schwerpunkte der Entwicklungspolitik neu auszurichten.

Allerdings enthielt das ursprüngliche Papier bisher kaum Aspekte der kommunalen Entwicklungs-zusammenarbeit – ein Umstand, der bei den Städten und Gemeinden auf Verwunderung stieß. Schließlich sind es die Kommunen, die in Projekten vor Ort oft die entscheidenden Partner sind, wenn es um nachhaltige Stadtentwicklung, Klimaanpassung oder den Aufbau von Verwaltungsstrukturen geht.

Ein wichtiges Signal aus dem Ministerium

Umso mehr werteten die Vertreter der Spitzenverbände die Aussagen der Ministerin als positives Signal. Dass Alabali-Radovan nun eine eigene Strategie zur kommunalen Entwicklungszusammenarbeit auf den Weg bringen will, wertet die Teilnehmer als Erfolg des Gesprächs und als klaren Auftrag, die Expertise der Städte künftig stärker in die Reform des BMZ einzubinden.

Für die Kommunen bedeutet dies Rückenwind für ihre internationale Arbeit. Sie hoffen nun darauf, dass die Strategie nicht nur auf dem Papier steht, sondern auch mit konkreten Förderungen und Erleichterungen verbunden wird – damit die Hilfe dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird.

 

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